Fachbereich
Für Menschen, die mit Menschen arbeiten.
Psychotraumatologisches Wissen verändert den Blick auf das, was Menschen tun, fühlen und in Beziehungen wiederholen.
Es hilft, Reaktionen einzuordnen, die zunächst widersprüchlich erscheinen. Es macht verständlich, weshalb Schutzmechanismen weiterwirken, obwohl die ursprüngliche Gefahr längst vorüber ist. Und es erweitert den Blick darauf, was Menschen brauchen, damit Veränderung möglich wird.

Der Fachbereich von traumascript richtet sich an Therapeut:innen, Berater:innen, Coaches und andere Fachkräfte, die Menschen professionell begleiten.
Hier finden Sie Fachbeiträge, Fortbildungen, Modelle, Publikationen und ausgewählte fachliche Ressourcen für eine differenzierte psychotraumatologische Praxis.
Auf dieser Seite
Menschen verstehen, ohne sie auf ihre Symptome zu reduzieren.
Traumafolgen zeigen sich nicht nur dort, wo wir sie erwarten.
Sie können sich in Beziehungen zeigen, in starken Anpassungsleistungen, in Rückzug, Kontrolle, Selbstzweifeln, Konflikten oder in Verhaltensweisen, die aus heutiger Perspektive zunächst schwer nachvollziehbar wirken.
Eine psychotraumatologische Perspektive fragt deshalb genauer:
- Was könnte diese Reaktion einmal geleistet haben?
- Welche Erfahrungen wirken im gegenwärtigen Erleben weiter?
- Welche Unterschiede müssen sichtbar werden, damit neue Erfahrungen möglich werden?
- Und was braucht dieser Mensch heute, um wieder mehr Handlungsspielraum zu entwickeln?
traumascript verbindet psychotraumatologisches Wissen mit systemischem Denken, Hypnotherapie, kognitiven und konfrontativen Methoden und einer konsequent ressourcen- und entwicklungsorientierten Perspektive.
Fachtexte
Fachwissen, das in der Praxis einen Unterschied macht
Im Fachbereich entstehen Inhalte unter anderem zu:
Fachbeiträge erscheinen nach und nach. Frei zugängliche Texte für Betroffene finden Sie unter Perspektiven.
Vorträge
Psychotraumatologische Perspektiven auf Themen, die Menschen und ihre Arbeit mit Menschen bewegen.
Fortbildungen
Psychotraumatologisches Wissen und Orientierung für die Arbeit mit Menschen
Damit aus Fachwissen die Sicherheit entstehen kann, sich auf komplexe therapeutische Situationen einzulassen und Menschen darin gut zu begleiten.
Dissoziative Identitätsstörung
Einführung in Diagnostik und Therapie schwerer dissoziativer Störungen (DIS, p-DIS)
Supervision
Supervision für Therapeut:innen, Berater:innen und Teams
Modelle & Konzepte
Komplexe Prozesse überschaubar machen
Traumatherapie mit Einsatzkräften
Ein heuristisches Rahmenmodell aus der therapeutischen Praxis
In seinem Fachartikel „Traumatherapie mit Einsatzkräften – Anmerkungen eines Praktikers“ entwickelt Ulrich Kerzbeck ein heuristisches Rahmenmodell zum Verständnis von Traumafolgestörungen bei Einsatzkräften, insbesondere bei Soldat:innen.
Das Modell nimmt neben stressbezogenen Symptomen auch individuelle und äußere Einflussfaktoren, Funktionsmodus, Selbstbild, Zugehörigkeit sowie Veränderungen von Sinn und Werten in den Blick. Die Modellgrafik führt diese verschiedenen Einflussfaktoren zusammen.
Es eröffnet damit eine Perspektive auf die Frage, weshalb Diagnostik und Behandlung bei Einsatzkräften über die Beschreibung klassischer PTBS-Symptome hinausgehen können. Der Artikel versteht das Modell ausdrücklich als ein aus der ambulanten Praxis entstandenes heuristisches Rahmenmodell.
Ulrich Kerzbeck
Bücher
Bücher aus dem Fachbereich
Ressourcen
Zum Nachlesen und Vertiefen
Ausgewählte Fachliteratur, Leitlinien und fachliche Empfehlungen zu Psychotraumatologie und angrenzenden Themen.
Literatur & Fachbücher
Eine kuratierte Auswahl an Fachliteratur für die therapeutische, beratende und psychosoziale Praxis.
Leitlinien & Fachinformationen
Ausgewählte Leitlinien und fachliche Empfehlungen für Diagnostik, Behandlung und professionelle Orientierung.
Professionelle Begleitung braucht Differenzierung.
Wir gehen davon aus: Entwicklung und Veränderung sind möglich – auch für Menschen mit Traumafolgestörungen.
Menschen bringen ihre Geschichte und ihre Erfahrungen mit in den Raum – ebenso wie ihre Schutzmechanismen, ihre Beziehungserfahrungen und die bisherigen Versuche, mit all dem zurechtzukommen.
Fachliche Kompetenz bedeutet deshalb auch, genauer unterscheiden zu können: Was gehört zur Vergangenheit, was geschieht in der Gegenwart? Welche Funktion hatte etwas einmal, welche Wirkung hat es heute? Was brauchte ein Mensch unter früheren Bedingungen – und was braucht er heute?
Und sie bedeutet, erkennen zu können, wo Schutz weiterhin gebraucht wird und wo Entwicklung möglich wird.



